Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

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Die Supermarktkette Aldi machte den Anfang, dann übertrugen die Billig-Fluggesellschaften das Discounter-Konzept auf die Tourismusbranche: Wenn die Sättigung schon bei 80 Prozent Abverkauf erreicht ist, kann man den Rest verschleudern. Das hat unter anderen einen gewaltigen Werbe- und Lock-Effekt. Kein Wunder, dass die Hotels nachzogen.

Inzwischen werden Hotelzimmer wie Flüge zu Spottpreisen angeboten. Dass da nicht alles mit rechten Dingen zugehen kann, sagt einem eigentlich der gesunde Menschenverstand. Bei den ausgeschriebenen Hotelpreisen handelt es sich vor allem um optisch billige Angebote.

Dafür wird praktisch für jede weitere Zusatzleistung und sei es nur das Benutzen der Poolliege eine Extra-Gebühr verlangt.

Ähnliches hört man aus Miami. Hotels dort erheben zum Teil einen „Energy Surcharge“, was eigentlich nur heißt, dass der verbrauchte Strom extra abgerechnet wird.

Verständlicherweise fühlen sich viele Hotelgäste deshalb betrogen. Denn wer denkt schon daran, dass die Energiekosten noch nicht im Preis eingerechnet wurden. Im Prinzip ist es jedoch das Verbraucher-Verhalten, das diese Praxis ausgelöst hat. Alle wollen immer alles, aber billig. Durch eine detailliertere Aufschlüsselung der Gebühren, weiß man wenigstens wofür man zahlt.

Wer sich vorab im Hotel informiert, welche weiteren Kosten auf ihn zukommen werden, wird weniger unangenehm überrascht sein.

Dass sich die Hoteliers dennoch oftmals eine Verschleierungstaktik anwenden und absichtlich versuchen, Gästen Geld aus der Tasche zu ziehen, zeigt der Kreditkarten-Trick:

Wird die Rechnung mit Kreditkarte beglichen kann es sein, dass Ihnen angeboten wird, den Betrag in Euro umzurechnen. Dynamic Currency Conversion nennt sich dieser Service. Unter Umständen kann das aber für den Gast sehr teuer werden. Denn der Wechselkurs, den das Hotel Ihnen anbietet, entspricht nicht unbedingt dem Wechselkurs der Bank.

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