Foto: Rainer Kaupil / pixelio.de
Seitdem der isländische Vulkan Eyjafjallajökull den gesamten europäischen Flugverkehr lahmlegte scheuen sich Touristen diese Region zu besuchen. Das ist schlecht für die Hotels in Island, aber ganz hervorragend für alle, die die dennoch hinfahren. Dass der Vulkan nicht gefährlich ist, versichern einem gerne alle, die hier leben.
Dabei wäre Island mit seiner desolaten Finanzlage gerade jetzt für Ausländer ein attraktives Reiseziel. Die Preise sind so niedrig wie nie. Für die Isländer wären die zusätzlichen Einnahmen aus dem Tourismus eine Möglichkeit ihrer momentanen Misere zu entkommen. Doch die Regierung fördert den Tourismus nicht. Das zumindest ist die Meinung vieler die Hotels in Island betreiben.
Dabei ist das Massiv des schneebedeckten Eyjafjallajökull ein wahres Naturschauspiel. Allein schon der Weg dahin ist spektakulär: zunächst durchquert man die, wie eine Mondlandschaft anmutende Wüste östlich von Reykjavik. Danach schließt sich die fruchtbar grüne Sander Ebene an, wo unzählige Schafe und Rinder kreisen. Die Landschaft könnte einer Beschreibung aus dem „Herr der Ringe“ nachgebildet worden sein, dabei wurde dieser Dreiteiler ja bekanntlich auf Neuseeland gedreht.
Die Touristen bleiben trotzdem fern. 75 Prozent aller bereits gebuchten Reittouren zum Vulkan wurden wieder gecancelt. Island ist nach wie vor ein einsames Paradies.
Schlagwörter:Hotels, Island, Tourismuskrise, Vulkan
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